
*Werbung. Dieser Beitrag enthält Verlinkungen zu Unterkünften und Restaurants. Ich habe für eine Unterkunft einen Blogger-Rabatt bekommen und auf eigene Kosten länger dort zum vollen Preis übernachtet. Alle weiteren Unterkünfte und Restaurants wurden von mir komplett selber bezahlt. Trotzdem muss ich es als Werbung markieren.
Jetzt sind wir nicht mal eine Woche wieder in Deutschland doch das nasskalte Wetter lässt mich die Wärme von Bali schon sehr vermissen. Wenn ihr mir auf Instagram folgt, dann habt ihr sicherlich gesehen, dass Jannis und ich gerade zwei Wochen auf der wunderschönen indonesischen Insel verbracht haben. Es war für uns beide das erste Mal in Asien (ich war schon mit der Familie zwei Wochen auf den Malediven, aber das kann man kaum als Asien bezeichnen), deswegen haben wir uns bewusst das „Einsteigerziel“ Bali ausgesucht. Ohne umliegende Inseln, ohne Zwischenstop in Singapur oder Dubai, ohne Backpacker-Unterkünfte, sondern einfach mal zwei Wochen Urlaub. Natürlich haben wir in zwei Wochen nicht alles sehen können und ich würde mich jetzt auch definitiv nicht als Bali-Expertin betrachten, doch haben wir versucht so viel wie möglich von der Insel zu erkunden.
Der Fokus meiner Reiseberichte liegt auf dem Thema Gesundheit, gesund Essen und Bewegung, aber ich stelle euch natürlich auch meine Reisehighlights und einige Infos zusammen, die ich hilfreich fand bzw. gefunden hätte. Ganz doll ans Herz legen kann ich euch die Bali-Berichte meiner Freundin Mia von HeyLilahHey, mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und Bagpacker-Budget-Unterkünfte. Wir waren eher in gehobeneren Unterkünften unterwegs, weil wir einfach mehr Budget eingeplant hatten.
Wie, ihr seid nicht auf die Gilis (Lombok/Nusa Penida/Nusa Lembogan…) gefahren?
Diese Frage haben wir so oft gehört, dass wir sie irgendwann wirklich Leid waren. Als wir die Flüge nach Bali gebucht haben, haben wir natürlich darüber nachgedacht auch noch andere Teile Asiens zu sehen. Doch ich hatte so unfassbar vieles über Bali gehört, dass ich überhaupt nicht das Bedürfnis hatte, noch weitere Urlaubsziele anzusteuern. Im Nachhinein kann ich voller Überzeugung sagen, dass es genau die richtige Entscheidung war, nicht noch weiter zu reisen, sondern sich voll und ganz auf Bali zu konzentrieren, denn diese Insel hat unfassbar viel zu bieten und wir hätten alleine auf Bali drei Monate verbringen können, ohne, dass uns langweilig geworden wäre.
Unsere Reiseroute
Die wichtigste Frage bei der Reiseroute ist natürlich folgende: was wollt ihr sehen, was wollt ihr erleben, was ist euch wichtig und wie viel Zeit bringt ihr mit. Seid ihr eher auf der Suche nach Ruhe und Entspannung, dann ist die Südhalbinsel Bukit für euch ideal. Wollt ihr das spirituelle und künstlerische Bali erkunden, dann ist die Gegend um Ubud herum ein Muss. Wollt ihr surfen, dann bietet sich ein längerer Aufenthalt in Canggu an. Seid ihr Taucher oder Schnorchler, dann spricht euch der Norden und Osten von Bali wahrscheinlich eher an. Auch die östliche Seite der Südhalbinsel ist vielleicht für Individualreisende unattraktiv, kann aber wegen seiner vielen schönen Ressorts und weißen Strände für Erholungssucher und Familien ansprechend sein. Hier empfehle ich einen Reiseführer zu kaufen, der die einzelnen Teile von Bali sicher besser beschreiben kann als ich.
Wir haben uns bewusst für Uluwatu die ersten 5 Nächte entschieden, da wir am Anfang etwas runterkommen wollten. Danach ging es für vier Nächte weiter nach Canggu und abschließend haben wir noch nochmals vier Nächte in Ubud verbracht. Wir hätten uns keine bessere Route vorstellen können und würden es ganz genauso wieder machen.
Rollerfahren
Bali ohne Roller zu entdecken, ist sinnlos, denn man lernt sonst niemals die Rollerfahr-Kultur kennen. Mit dem Roller, den es meist schon für 4 Euro am Tag gibt (bucht man ihn über die Unterkunft kostet es meistens 5 bis 6 Euro), ist man mobil und kann die Insel auf eigene Faust erkunden. Die Südhalbinsel bietet sich besonders für Rolleranfänger an, da hier weniger los ist als in den großen Städten wie Kuta oder Seminyak. Auch sind hier kaum Polizisten unterwegs, die es zu bestechen gilt. Zum Thema Bestechung der Polizisten hatte ich im Vorwege wirklich Schiss, aber wir wurden kein einziges Mal angehalten (was ich jetzt mal ehrenvoll auf Jannis Fahrkünste schiebe ;-).Sport auf Bali
Der beliebteste Sport auf Bali heißt natürlich Yoga. Haben wir auch jeden Tag gemacht, mal in einem Yoga-„Studio“, mal mit YouTube. Einmal haben wir auch versucht, joggen zu gehen, doch wurden wir nach 10 Minuten so zerstochen, dass wir wieder umgedrehen mussten. Hardcore-Läufern macht das sicher nichts aus, doch mir war auf Bali einfach nicht so nach joggen. Zwei Wochen ohne Joggen? Für mich eigentlich unvorstellbar, doch wir waren so viel auf den Beinen und haben wirklich anstrengendes Yoga gemacht, sodass wir Joggen gar nicht vermisst haben. Wer eher in Richtung Gewichte und Cross Fit unterwegs ist, der findet in jeder Stadt ein Fitnessstudio für angemessene Tagespreise. Mein Tipp: morgens Yoga machen, ein paar Runden im Pool oder Meer drehen und vielleicht eine Fitnessapp oder YouTube-Video für etwas Krafttraining machen und man kommt fit wieder aus dem Urlaub.
Südhalbinsel Bukit: Uluwatu / Bingin Beach

Erster Stop unserer Bali-„Rund“reise war die Südhalbinsel Bukit, bzw. Bingin Beach. Als Einsteigerziel ist die gesamte Gegend um Uluwatu super geeignet. Es gibt keine typische Stadt, sondern man findet alles was man sucht direkt an den Hauptstraßen. Die Südhalbinsel ist sehr ruhig, es gibt aber in Uluwatu eine große Surferszene, da dort die wohl anspruchsvollsten Wellen Balis herrschen. Ich würde Uluwatu bzw. die gesamte Südhalbinsel immer wieder für ein paar Übernachtungen ansetzen, denn wir haben dort wirklich viel erlebt und das Rumcruisen oder spazieren gehen am Strand sehr genossen. Dass wir uns in Bingin Beach so wohl gefühlt haben, lag sicherlich auch an unseren tollen Unterkünften.
Unterkünfte am Bingin Beach
Mu Bali
Eine leichte Brise, das Rauschen des Meeres und freche Affen – alles gepaart mit dem schönsten Ausblick den wir in der ersten Woche auf Bali aus unserem Zimmer hatten – das waren unsere ersten beiden Nächte auf Bali. Wir wollten uns für den Anfang mal so richtig was gönnen und haben dafür auch echt tief in die Tasche gegriffen für das Mu Bali. Mit 170 Euro / Nacht inklusive Frühstück liegt es weit über dem Studentenbudget. Doch da wir uns dieses Jahr gegenseitig nichts zum Geburtstag geschenkt haben, wurde es in unserem Kopf quasi verrechnet. Wir brauchen beide wirklich keinen Luxus, doch wollte ich schon immer mal in einem Klippen-Bungalow schlafen und diesen Traum haben wir uns im Mu Bali verwirklicht.
„Jannis, die Affen haben unsere Zahnbürsten geklaut“
Der Ausblick aus unserem Bett war wirklich unbeschreiblich schön, doch würde ich das Cliff Bungalow nicht jedem weiterempfehlen. Erstens betrachten die Makaken die Klippe als ihr Territorium (absolut berechtigt), sodass ich Jannis am ersten Morgen mit den (halb geschrienen) Worten: „Jannis, die Affen haben unsere Zahnbürsten geklaut“, geweckt habe.
Wo wir bei meinem ersten naiven Touri-Ereignis angekommen wären. Da wir spät abends im Mu Bali eingecheckt hatten, wurden wir nicht vor dem Makaken gewarnt und hatten auch nicht damit gerechnet, dass sie uns gleich morgens einen Besuch abstatten würden. Nach über 24 Stunden waren wir einfach nur froh über eine Außen-Dusche und ließen unsere Zahnbürsten und Jannis durchsichtigen Flugzeugbeutel draußen liegen, denn:
A) Wie geil ist bitte ein Außen-Bad und B) Wie geil ist bitte ein Außen-Bad und ach, ja C) Affen?
Schuld an dem Verlust unserer Zahnbürsten und Jannis Tagescreme war also unsere Unwissenheit, dass die Gegend um Uluwatu und Bingin Beach von Makaken besiedelt ist. Mit einer Zwille (nur fürs Geräusch) kann man die Affen aber gut vertreiben.

Der Ehrlichkeit halber muss ich auch eingestehen, dass wir in der ersten Nacht Ameisen in unserem Bett hatten, weil man eben in der Klippe schläft und dementsprechend viel Ungeziefer im Zimmer auf einen wartet. Das kann aber auch an unserer Dummheit, das Fliegengitter richtig zu fixieren, gelegen haben. Jannis sagt selbst, dass er ein wenig geschädigt ist von dem Morgen mit den Affen, den Ameisen und dem doch sehr lauten rauschen des Meeres. Letzteres hat mich beispielsweise gar nicht gestört, aber ich würde die Cliff Suite tatsächlich auch nicht noch ein zweites Mal buchen. Man bezahlt wirklich für den Blick, doch Mu Bali hat auch noch ganz viele andere tolle Suiten, die ich bei einem zweiten Besuch wahrscheinlich eher auswählen würde.
Trotzdem bereue ich unsere Nächte in Mu Bali keineswegs, denn das Frühstück war super lecker und das ganze Flair z.T. auch mit kleinen Kindern fand ich ideal für die Akklimatisierung und den Start in unseren Bali-Urlaub. Natürlich gibt es auch tägliche Yoga-Kurse, die man aber für circa 8 Euro (120,000 IDR) dazubuchen kann.
Die Temple Lodge – eine traumhafte Eco-Lodge am Bingin Beach
Nach zwei Tagen im Mu Bali (für mehr hat unser Budget leider nicht gereicht), zogen wir ca. 50 Meter weiter in die Temple Lodge. Auf diesen Aufenthalt hatte ich mich ganz besonders gefreut, denn ich hatte bereits im Vorhinein Kontakt mit Ame, da ich so viel Gutes über die Lodge gehört und gelesen hatte. Nach zwei Tagen in der Cliff Suite in Mu lag die Messlatte für die Lodge natürlich hoch. Und was soll ich sagen? Unsere Erwartungen wurden noch einmal übertroffen. Das Flair in der Temple Lodge ist einzigartig und ich kann jedem der auf Bali gesundes Essen, außergewöhnliche Einrichtung, Ruhe und Yoga sucht, die Temple Lodge nur wärmstens empfehlen. Ich empfehle sie auch eher weiter als das Mu Bali, da hier wirklich eine einzigartige Stimmung herrscht. Außerdem setzt die Temple Lodge auf Nachhaltigkeit und einen generellen gesunden und nachhaltigen Lebensstil. So sind alle Zimmer z.T. aus Treibholz gebaut worden und die Möbel von örtlichen Antik-Händlern erworben.


Wenn ihr ausgefallenes Interior Design mit natürlichen Materialien liebt, dann werdet ihr euch in der Temple Lodge wie zu Hause fühlen.

Im Preis inkludiert ist ein Hammer-Frühstück mit Blick auf den Indischen Ozean. Das Frühstück in der Temple Lodge war wirklich mit das beste auf unserem gesamtem Bali-Urlaub und wurde nur noch von einer Unterkunft in Ubud getoppt. Auf dem Menü stehen so unglaublich leckere Dinge wie Obstsalat, Kokosnussporridge, Pitaya Bowl, Bananenpancakes und natürlich Eier in allen Variationen. Mein Favorit war definitiv die Pitaya Bowl mit rohem Granola und Cashew-Milch. Dazu ein Superfood Coffe, ein Kurkuma-Tonic oder Wheatgrass Juice auf nüchtern Magen und der Tag hätte nicht leckerer und gesünder beginnen können.
Doch, in der Tat konnte er das, wenn man die Yoga-Stunde um 8:00 Uhr morgens bereits besucht hat. Die Temple Lodge ist ein beliebtes und bekanntes Yoga-Studio und zieht morgens viele Yoga-Liebhaber aus der Gegend an. Die circa 8 Euro pro Stunde sind ortsüblich und definitiv das Geld wert. Es gibt täglich wechselnde Kurse, die für alle Könnerstufen geeignet sind.Gesund Essen in Uluwatu / Bingin Beach
Café Bukit
Auf Bali leben und urlauben sehr viele Australier, da die Insel nur einen Katzensprung von Australien entfernt ist. Dementsprechend geprägt ist Bali auch vom hippen Aussie-Style sowohl was Cafés als auch Restaurants angeht. Café Bukit ist ein australisch-inspiriertes gesundes Restaurant, was perfekt ist, wenn euer Partner Fleischesser ist. Bukit hat sowohl vegane, vegetarische als auch Fleischgerichte im Angebot und hat mich geschmacklich wirklich überzeugt. Jannis hatte hier einen Burger und ich habe den Vegan Pie ausprobiert. Ebenfalls punktet das Restaurant durch eine tolle Auswahl an Säften und Smoothies sowie rein pflanzlichen, glutenfreien und rohen Desserts. Leider waren wir zu satt für einen Nachtisch, aber unsere Tischnachbarn versicherten uns, dass es super lecker sei. Perfekt für Frühstück, Lunch und Dinner und eine tolle Inneneinrichtung.
The Cashew Tree
Cashew Tree ist ein offenes und hübsches gesundes Lokal, nur weniger Gehminuten von der Temple Lodge und Mu entfernt. Hier bekommt man alles, was das gesunde Foodie-Herz höher schlagen lässt: Bowls, Salate, indonesisches Essen und rohe und gesunde Desserts. Wir hatten die Soul Bowl, einen geriebenen Rote-Bete-Salat sowie die Tempeh Summer Rolls und können alles empfehlen. (Sorry für das blurry Bild – auch hier waren wir am Abend).The Temple Lodge
Was für ein Zufall, dass unsere Unterkunft zugleich das beste Frühstück am Bingin Beach hatte (natürlich kein Zufall, ich habe doch recherchiert ;-)). Falls ihr am Bingin Beach wohnt und gerne Yoga macht, dann empfehle ich euch in der Temple Lodge zum 8 am Yoga zu gehen und danach ein sensationelles Frühstück zu genießen. Auch zum Lunch ist es eine fantastische Adresse mit Wahnsinnsblick auf die Brandung und Bingin Beach. Preislich etwas gehobener als Warungs an der Straße, aber immer noch vollkommen im Bali-Rahmen.Muz Kitchen
Muz Kitchen haben wir zufällig entdeckt, nachdem wir vom Uluwatu Tempel zurück zur Unterkunft gefahren sind. Auf einmal lag es vor uns und ich stupste meinen Freund an, damit er anhielt. Das Erlebnis bei Muzz Kitchen beschreibt genau das, was ich an Bali so liebe: dass man einfach rumfahren kann und an jeder Ecke gesunde Restaurants, Cafés oder Juice Bars findet. Für 4 Euro hat mein Freund dort ein sensationalles Curry gegessen – inklusive Tofu, Tempe und Bohnen-Rotkohl-Salat mit Erdnussdressing. Für mich gab es das Muzz Nasi Goreng, was ebenfalls vorzüglich war. Die Sommerrollen haben mich auch überzeugt und der Blick hinter das Muzz Kitchen ins supersüße Hotel mit Holistic Natural Spa werde ich mir fürs nächste Mal merken.

Kelly’s Warung
In Kelly’s Warung haben wir uns am letzten Tag in Bingin hingeflüchtet, da es den ganzen Tag geregnet hatte. Bei dem leckersten Spirulina-Smoothie war es aber total kuschelig auf das raue Meer zu blicken und den tapferen Surfern zuzuschauen. Kelly’s Warung ist wahrscheinlich das teuerste am ganzen Bingin Beach, aber mir hat es dort einfach super gut gefallen.
Warung Bingin Ombak
Im Warung Bingin Ombak hatte ich eines der besten Mie Gorengs auf ganz Bali. Aufpassen: Mie Goreng ist nicht vegan und auch nicht glutenfrei, da es mit Nudeln und Ei zubereitet wird. Es gibt auf Bali aber genügend vegane Restaurants, die vegane und glutenfreie Mie Gorengs anbieten. Ansonsten lieber Nasi Goreng bestellen (das wird mit Reis zubereitet) und fragen, ob man es ohne Ei haben kann. Die meisten Lokale sind bereits darauf eingestellt. (Ich entschuldige mich an dieser Stelle bei der Frau, die ich hier beim Hinsetzen oder Aufstehen erwischt habe…)Strände auf der Südhalbinsel
Bingin Beach
Mein absoluter Lieblingsbeach war unser Hausstrand Bingin Beach. Nicht nur wegen seines hellen Korallensandes, sondern wegen seines Flairs. Um zum Strand zu kommen, muss man nämlich erst einmal gefühlte 100 Stufen hinabsteigen. Das hält viele Touris von einem Besuch ab, weswegen der Strand nie überfüllt ist. Leider hatten wir nicht so gutes Wetter während unserer Tage am Bingin Beach, weshalb das Meer zu rau zum Baden war. Machte aber nichts, denn wir haben einfach die gechillte Atmosphäre am Strand genossen. Was mich am meisten beeindruckt hat, waren die Abende am Bingin Beach. Noch vor Sonnenuntergang stellen die Warungs ihre Tische und Stühle raus, sodass man bei Sonnenuntergang oder im Mondschein frisch gefangenen Fisch für ca. 10 Euro (für den ganzen Fisch!) genießen und sich am Rauschen des Meeres erfreuen kann. Die Warungs, die Klippen, die Fischer, die im mondverspiegelten Wasser ihre Beute fangen und die riesigen Felsen im Hintergrund haben dafür gesorgt, dass ich mich in Bingin Beach verliebt habe.
Lustigerweise hat sich meine Freundin Mia von HeyLilaHey genauso in Bingin verliebt wie ich – aber aus anderen Gründen. Mia war im Frühling da und hat dort Badewannenwasser vorgefunden. Auch ihre Bilder sehen ganz anders aus als meine, da es bei mir eher stürmisch war und es bei Ebbe eher so ausgesehen hat wie auf dem Bild oben. Mias Erfahrungen könnt ihr hier nachlesen.Balangan Beach
Balangan ist definitiv der Strand, der am ehesten unserer Definition von Strand nahekommt. Hier gibt es Sonnenliegen zum Mieten, Surfkurse, viele kleine Warungs auf Stelzen, sowie ein atemberaubender Blick auf die Klippen der Südhalbinsel. Hier haben wir einen ganzen Tag verbracht, eines der besten Mie Gorengs gegessen und unsere erste Young Coconut geschlürft. Alles für einen echten Schnapperpreis. Ich würde hier nicht wohnen wollen, aber für einen Tagesausflug lohnt es sich allemal.Uluwatu Beach
Hier bitte nicht mit der Erwartung eines entspannten Strandtages hinfahren. Uluwatu ist sehr touristisch, bzw. eher zum Surfen als zum Baden geeignet. Als südlichster Punkt Balis gibt es hier den besten Sonnenuntergang, weswegen eine Horde von Touris gegen Nachmittag aufschlagen. Trotzdem ist Uluwatu super cool und die vielen Warungs in den Klippen wirklich einzigartig. Wer mag, besucht zum Sonnenuntergang das Single Fin, DAS Szene-Restaurant ganz oben auf den Klippen. Single Fin war uns zu überlaufen und zu hip, deswegen sind wir einfach eine Etage tiefer in eine laid-back Bar mit halben Preisen gegangen und hatten einen genauso tollen Ausblick wie im Single Fin.
Padang-Padang
Lohnt sich ein Besuch am berühmtem „Eat. Pray. Love“-Strand Padang-Padang? Meiner Meinung nach nicht, denn der Strand ist eher eine Sehenswürdigkeit für Touristen als ein Strand zum Baden. Vielleicht ist es morgens noch etwas leerer, das kann ich nicht beurteilen, aber zur Ruhe kommt man ab Mittag dort nicht mehr. Ja, das Wasser ist türkisblau und die Brandung nicht so stark, doch ich fand ihn zu überlaufen. Auf dem Bild habe ich die Touris professionell ausgestochen, aber sie waren da, glaubt mir. Ebenfalls sind hier viele Affen unterwegs, die gerne Sonnenbrillen und Co. klauen, da sie quasi darauf trainiert sind. Padang-Padang lasse ich nächtes Mal aus.
Bester Sonnenuntergang
Den schönsten Sonnenuntergang gibt’s in Uluwatu. Während sich die Menschenmenge ins total überfüllte Single Fin drängt, haben wir den Sonnenuntergang eine Stufe weiter unten in einer kleineren Bar genossen. Mir war Single Fin zu laut und zu voll und irgendwie auch zu Party. Ein Stockwerk tiefer sitzen die echten Surfer bei einem After-Surf Bier – wesentlich entspannter als oben. Trotzdem ist das Single Fin natürlich ein Must-See, wenn auch ein sehr touristisches.Sehenswürdigkeiten: Uluwatu Tempel
Ich muss ja ehrlich zugeben, dass wir eher die Kulturbanausen sind was Sehenswürdigkeiten angeht. Für mich ist das Leben der Locals tausendmal kultureller als ein mit Touris überlaufener Tempel. Gut, muss man aber mal gesehen haben, also sind wir auf zum Uluwatu-Tempel. Das eigentliche Spektakel an diesem Tempel ist die Interaktion der Affen mit den Touristen. Denn obwohl an wirklich jeder Ecke dick und fett draufsteht, dass man Brillen, Hüte, Handys (besonders Selfie-Sticks) und Kameras sicher verstauen soll, sieht man an jeder Ecke Affen mit Sonnenbrillen sitzen. Was mir total neu war: in Uluwatu und Ubud herrscht die sogenannte Affenmafia.
Die Affen haben nach Jahren des Tourismus gelernt, dass sie Essen bekommen, wenn sie Gegenstände klauen. Dann kommt es nämlich zum Austausch – Sonnenbrille gegen Tomate – und der Affe ist happy. Dieses „Mafia-Wissen“ geben die Affen sogar an ihre Kinder weiter. Das Ganze hat mich schon irgendwie nachdenklich gestimmt. Das Bild ist übrigens in dem Teil der Anlage entstanden, wo keine Affen sind ;-).
Ein paar generelle Tips zum Schluss:
- Die Balinesen mögen es süß – beim Bestellen also darauf achten, dass man „no sugar added“ hinzufügt.
- Das Indonesische Geld gut anschauen – der 10.000 und der 100.000er Geldschein können schnell verwechselt werden.
- Nicht alles durchplanen, sondern lieber mal treiben lassen. Das waren unsere besten Tage!
- Ein paar Worte Bahasa oder Indonesisch öffenen Türen und bringen euch jede Menge Lächeln. „Terima Kasih (Danke auf Indonesisch) oder „Suksama“ (Danke auf Bahasa) haben uns sehr oft weitergeholfen.
- Nicht nur in teuren Aussi-geführten Restaurants essen. Die örtlichen Warungs haben genauso gutes Essen und kosten nur halb so viel.
- Genießt das Bali-Life. Es ist wahrhaftig einzigartig!
Wie ihr seht, haben wir so unglaublich viel in den zwei Wochen gesehen, dass ich unmöglich alles in einen Post packen konnte. Deshalb gibt es in den nächsten Wochen noch Teil 2 und 3 unserer Bali-Reise. Ich hoffe, auch den Nicht-Reisenden machen meine gesunden Travel Guides Spaß und ich konnte euch Bali als gesundes Reiseziel schmackhaft machen.
Habt ihr noch Ergänzungen? Dann lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich freue mich von euch zu hören!

Merk
Vielen Dank für die tollen Tipps. Wir werden März und April als Familie auf Bali sein und ebenfalls Canggu, Ubud und Uluwatu besuchen und können es nach deinem Reiseblog kaum mehr abwarten. Da sind deine Tipps jetzt wirklich gut zu gebrauchen!
Habe gerade erst deinen Blog entdeckt und bin total begeistert.
War vor Jahren mal auf Bali, aber damals habe ich so lecker aussehendes Essen definitiv nicht gesehen… mega!
Du warst ja im Juni,… dachte eigentlich immer, dass da Hochsaison ist – wie „voll“ war es denn bei euch?
Hallo liebe Sandra,
ja, auf Bali hat sich einiges getan!
Also ich gehöre nicht zu den Urlaubern, die unbedingt alleine am Strand sein müssen und sich über andere Touristen aufregen. Ich bin ja auch ein Tourist ;-). Deswegen fand ich es auf Bali definitiv angenehm im Juni. Bali ist halt kein Ort mehr für Individualreisende. Zumindest nicht der Süden, im Norden sieht das noch anders aus. Die Attraktionen sind natürlich super überfüllt mit Chinesen und Touris aus der ganzen Welt. Auch die Hauptstadt Denpasar haben wir gemieden. Wenn man aber mit dem Roller ein bisschen ins Landesinnere oder einfach mal abseits der Hauptstraße fährt, dann findet man immer einen Platz für sich alleine. Aber das haben wir auf Bali eben auch nicht gesucht. Bekannte von mir waren im Sommer da und denen hat Bali überhaupt nicht gefallen, weil es eben sehr voll werden kann. Die fanden die umliegenden indonesischen Inseln wie Java und Lombok viel besser. Also Lombok ist also noch etwas für Individualreisende. Wir wollten aber eben Yoga, Smoothie-Bowls und all den Hipster-Krams (darf man sowas überhaupt laut sagen?).
Jetzt im Winter ist dort eben Regenzeit und dann regnet es auch echt viel – dementsprechend leer ist es aber auch. Ich denke April und Mai sind sicher die besten Monate ohne Regenzeit und viele Touris.
Ich hoffe, das hat dir geholfen. Bei weiteren Fragen, melde dich gerne!
Ganz liebe Grüße,
Lynn
Hey, ich bin auch von >Bali sehr angetan, wir waren 2014 und weils so schön war und wir noch einen Gutschein von der Tauchreiesenagentur hatten,gleich 2015 nocheinmal. Wir waren im Nordwesten in Permuteran und das 2teMal in Kubu im Norden. Da wir tauchen und die Tauchresorts super entspannend sind hatte wir eher da den Blick drauf.
Wir waren auch viel unterwegs aber immer mit Fahrer was auch nicht teuer ist, ca 70€ am Tag( und das heisst immer 8-9h) und du hast jemanden der fährt und sich super auskennt. Ich würde jederzeit wieder hinfahren wenn nur diese 20h Flug nicht wären, da is der 1/2 Urlaub schon wieder weg wenn man zu Hause ankommt. Das nächste Mal würde ich auch mit einem anderen Schwerpunkt schauen aber zum Planschen und relaxen ist das die Insel…
Aber Andalusien ist auch schön…:-) Und nicht soweit
Love Nicole
Super schön. Ich möchte sofort nach Bali.
Naja irgendwann schaffe ich das bestimmt.
Beste Grüße
Jojo
Tolles Guide, tolle Tipps! Während des Lesens sind mir die Erinnerungen von unserem Jänner-Urlaub auf Bali hochgekommen und mir sind richtig Tränen in den Augen gekommen. Man kann sich in diese Insel nur verlieben! Das nächste Mal plane ich ebenfalls Gilli-Island, mir hat es auch sehr-sehr leid getan, dass das nicht mehr ausgegangen ist. Umso mehr Grund bald wieder zurückzukehren! 🙂 Danke für diese schöne Momente!
Hallo Kim,
ich fand es ehrlich gesagt gar nicht so traurig, dass wir beim ersten Mal gar nicht auf den Gilis waren. So war es eine entspannte Reise ohne Reisestress ;-). Beim nächsten Besuch werden wir es aber natürlich mitnehmen.
Ganz liebe Grüße,
Lynn
Wow, was für ein Urlaub! Das Essen (vor allem die Getränke) sieht so schön bunt bzw. farbintensiv aus. Werde gleich Mal dagegen halten und mir meine schönen roten Erdbeeren vom Balkon pflücken.
Ich wünsche euch, dass die Urlaubsstimmung noch lange anhält und freue mich auf Teil 2 und 3 und vielleicht auf das eine oder andere balinesisch angehaucht Rezept.LG Renate
Hallo Renate,
das ein oder andere Balinesische Rezept wird definitiv noch kommen! 🙂
Ganz liebe Grüße,
Lynn
Danke Danke Danke für den Guide, der ist so hilfreich für mich für unsere Reiseplanung!! Für uns geht es im März endlich nach Bali. Ich freue mich sehr über diesen Blogbeitrag.
Hallo Lydia,
das freut mich sehr! Ganz ganz viel Spaß auf dieser wunderbaren Insel!
xx
Lynn